Ihr fragt Euch sicherlich was geschehen ist. Ich möchte hier versuchen es zu schreiben.
Unser Sternchen habe ich nicht gespürt und auch nicht gewußt das es da war. Es war ende September 1995 und ich wartete schon seit einiger Zeit auf meine Regel. Doch sie blieb aus. Ich dachte mir nichts dabei da sie ja nie regelmäßig kam. Doch nun bedrückte es mich sehr weil nichts geschah. Nachdem die Wochen vergingen und ich immer noch nichts hatte dachte ich irgend etwas ist nicht ok. Dann Ende Oktober 1995 bekam ich heftige Schmerzen und ich wußte nicht was los ist. Die Blutung kam und auf einmal kam ein sehr großes Stück heraus das ich auch spürte. Im Toilettenpapier war es nun da. Ich hatte es verloren ohne zu wissen das es bei mir war. So ging unser Sternchen zu Gott.
Elin-Josephine kam sehr schnell und völlig unerwartet. Als ich erfuhr mit ihr schwanger zu sein hatte ich große Zweifel ob ich dem gewachsen sei denn ihre Schwester war zu dem Zeitpunkt noch nicht einmal 1 Jahr alt. Nach den Bedenken freute ich mich dann sehr auf unser Baby. Alles schien ok zu sein und ich fühlte ich gut. Doch dann kamen auch hier heftige Schmerzen und eher ich wußte was mir geschah verließ sie uns am 26.06.2005 und ging ebenfalls in Gottes Hände.
Als ich dann nach kurzer Zeit erneut schwanger wurde dachte ich jetzt muss es klappen. Ich hatte ein gutes Gefühl. Alles sah gut aus und Stephan mein Frauenarzt war sehr zufrieden und beruhigte mich da die Ängste mich doch sehr belasteten. Weihnachten nahte und ich trug mein Geheimnis in mir. Sven-Luca Benedikt war die Weihnachtsüberraschung für uns alle. Doch kurz danach erging er mir sehr schlecht. Tag für Tag wurde es schlimmer. Ich ahnte bereits das etwas nicht stimmte. Thomas mein Mann rief die Andrea (Hebamme) zur Hilfe. Sie tat alles was in ihren Kräften stand. Nach Neujahr hatte ich eh eine Vorsorgeuntersuchung. Ich ging mit gemischten Gefühlen dort hin. Es war als ob ich es innerlich schon ahnte. Zunächst schien alles in Ordnung zu sein. Kopf, Beine, Arme, Rumpf alles da. Doch es fehlte etwas, das kleine Herzlein schlug nicht mehr. Am 11.01.2006 machte sich auch dieser kleine Stern auf die Reise zu Gott.
Zurück blieb Einsamkeit, Hoffnunslosigkeit, Leere, Trauerigkeit, viele Tränen und einen unendlicher Haufen am Verzweiflung. Immer wieder die Frage: "Warum? Was habe ich falsch gemacht?" Ein langer Weg stand uns bevor...